Methoden / Estuarine Mapping

Estuarine Mapping

Estuarine Mapping von Dave Snowden ist benannt nach der Flussmündung – dem Ästuar –, wo Süß- und Salzwasser aufeinandertreffen. Typisch sind vielfältige, teils gegenläufige Strömungen, die sich ständig verändern. Die Methode ermöglicht strategisches Denken und Handeln in genau solchen Kontexten. Anders als bei traditioneller Strategie-Arbeit liegt der Fokus nicht auf (illusionären) Zielbildern, sondern auf reellen Handlungsmöglichkeiten und kluger Priorisierung im Hier und Jetzt.

Hier nutze ich Estuarine Mapping:

  • Strategische (Neu-)Ausrichtung in dynamischen Märkten
  • Kluge Schritte bei festgefahrenen Projekten
  • Praktisches Vorgehen bei Kulturwandel und Transformation

Was steckt dahinter?

Realitäten anerkennen

Estuarine Mapping geht mit einer befreienden Ehrlichkeit einher: In komplexen Systemen sind unsere Gestaltungsmöglichkeiten begrenzt. Trotzdem können wir viel bewegen - allerdings nur, wenn wir MIT der Realität arbeiten, nicht dagegen. Entwicklungen in sozialen Systemen folgen einem Energiegefälle, so wie Wasser der Schwerkraft folgt. Genauso wählen Menschen den Weg quer über den Rasen, wenn der gepflasterte Weg ein Umweg ist, und finden kreative Workarounds, wenn Prozesse unsinnig und bürokratisch sind. Statt ständig Wasser zu pumpen oder Menschen zu erziehen, können wir die Landschaft und Organisationsstrukturen gestalten, um gewünschte Entwicklungen anzustoßen. Indirekt, aber wirksam.

Handlungsräume entdecken

Estuarine Mapping bietet eine struktuierte Vorgehensweise, um die aktuelle Landschaft abzubilden, um davon ausgehend Handlungsmöglichkeiten zu entdecken und konkrete Schritte zu entwickeln. 

Schritt 1: Erfassen, was die Situation bestimmt
Im ersten Schritt wird alles zusammengetragen, was die gegenwärtige „Landschaft“ prägt: Berge, Täler, Flüsse – im übertragenen Sinn – ebenso wie Akteure, Muster, Regeln, Grenzen und Verbindungen. Dazu gehören sowohl sichtbare Strukturen als auch solche, die nur in Köpfen existieren. Je nach Projektumfang nutzen wir dafür Methoden wie Narrativ-Techniken, Lego® Serious Play® oder SenseMaker®.

Schritt 2: Die Landschaft kartieren
Alle identifizierten Elemente werden auf sechseckige Kärtchen geschrieben und auf einem Raster entlang zweier Achsen positioniert: 1) Wie viel Energie wäre nötig, um etwas zu verändern? 2) Wie lange würde es dauern?

Anschließend werden drei Zonen abgegrenzt:

  • Oben rechts (viel Energie & viel Zeit): Aspekte, die wir nicht beeinflussen können. → Hier können wir aktuell nichts tun.
  • Unten links (wenig Energie & wenig Zeit): Aspekte, die rasch kippen können. → Diese sollten wir im Blick behalten.
  • Der mittlere Bereich: Unser realistischer Handlungsspielraum – hier ist Veränderung möglich und sinnvoll.
  • Diese visuelle Struktur schafft Klarheit – und hilft dabei, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich beeinflussbar ist.

Schritt 3: Viele kleine Interventionen planen
Mit dem Fokus auf den mittleren Bereich entwickeln die Beteiligten möglichst viele konkrete Handlungsoptionen, um Dinge zu verändern oder in Bewegung zu. Kreativtechniken wie ASIT® unterstützen dabei, wirksame Ideen zu generieren, die schnell und einfach umsetzbar sind. Alle Vorschläge werden kritisch hinterfragt, optimiert und mit klaren Umsetzungsschritten versehen.  

 

Kluge, wirksame Schritte

Estuarine Mapping verschiebt die Sichtweise. Teams lassen Endlos-Diskussionen hinter sich und entdecken in vielschichtigen, dynamischen Situationen reelle Handlungsmöglichkeiten.
Priorisiert werden kleine, realistische Veränderungen mit potenziell hoher Wirkung. Sie sind schnell realisierbar und liefern unmittelbares Feedback, wie das System reagiert. So lässt sich in Summe richtig viel bewegen.

Estuarine Mapping

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Estuarine Mapping: Tiefer einsteigen

Hört rein, wie Dave seinen Ansatz selbst erklärt. Immer ein Erlebnis.

  • Video "Why Estuarine Mapping" by Dave Snowden

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